Was man im Holyrood Palace sehen sollte, Raum für Raum

Der Vorplatz und die Great Stair
Der Rundgang beginnt auf dem Vorplatz beim Springbrunnen, wobei sich Arthur’s Seat direkt hinter dem Palast erhebt und das schottische Parlament ihm gegenüber liegt. Der größte Teil dessen, was man dann durchquert, ist der barocke Innenhof, der 1671–78 für Karl II. nach dem Entwurf von Sir William Bruce neu errichtet wurde, und die Great Stair ist der Ort, an dem sich dieser Umbau zum ersten Mal zeigt.
Die Prunkräume
Zuerst kommt das Royal Dining Room, und darüber sprechen Besucher hinterher am meisten. Die Tafeldekoration für große Diners ist der Anziehungspunkt — Justina, eine amerikanische Rezensentin, schrieb “Wow for the dining room that seats 400 guests”, und ich habe schon oft gesehen, wie Leute dort stehen und nachrechnen. Danach folgen der Thronsaal und die Salons, die weiterhin für königliche Anlässe genutzt werden — dies ist ein Palast in aktivem Gebrauch, und der König verbringt hier jeden Sommer einige Zeit — bevor es zum King’s Bedchamber geht, dem prunkvollsten Raum der Räumefolge aus den 1670er-Jahren.
Die Great Gallery
Der größte Raum des Palasts, rund 44 Meter lang, behängt mit Jacob de Wet II.s Porträtserie schottischer Monarchen, realer und legendärer, gemalt 1684–86 — fast hundert Porträts insgesamt. Bonnie Prince Charlie hielt 1745 in diesem Palast Hof; in dieser Galerie spürt man diese Geschichte am unmittelbarsten.
Die Gemächer von Mary, Queen of Scots
Der Rundgang verlässt anschließend den barocken Palast und führt in den älteren Nordwestturm, in dem Maria von 1561 bis 1567 lebte. In ihrem Speisezimmer wurde David Rizzio 1566 überwältigt, und der Boden des äußeren Gemachs trägt die Stelle, die als sein Blutfleck gilt. Den Mord und die ehrliche Antwort zum Blutfleck bespreche ich auf der Seite zu Maria Stuart.
Die Abteiruinen und die Gärten
Der Rundgang endet durch die Holyrood Abbey — die 1128 gegründete Augustinerabtei, aus der die gesamte Anlage hervorging, heute ein dachloses Kirchenschiff und das fotogenste Motiv hier — und dann durch die Gärten, die weiterhin für königliche Anlässe genutzt werden, darunter die sommerliche Garden Party. Beides ist im Standardticket enthalten; die Eintrittskosten stehen auf der Preisseite. Gelegentliche Schließungen wegen Veranstaltungen betreffen auch die Gärten, weshalb sich ein Blick auf die Öffnungstage vor der Reise dreißig Sekunden wert ist.
Telefone aus und keine Fotos im Inneren des Palasts — das Aufsichtspersonal achtet darauf. Die Abteiruinen sind der Ort, an dem sich die Kamera lohnt, also etwas Geduld für das Ende des Rundgangs aufsparen.
Mit dem Multimedia-Guide erleben
Das Standardeintrittsticket umfasst den Multimedia-Guide in neun Sprachen, und der gesamte Rundgang dauert etwa neunzig Minuten.
Häufig gestellte Fragen
Darf man im Inneren des Holyrood Palace fotografieren?
Nein — der Royal Collection Trust gestattet keine Innenaufnahmen, und Telefone werden bei der Sicherheitskontrolle ausgeschaltet. Draußen sieht es anders aus: Die Abteiruinen und Gärten am Ende des Rundgangs sind die Motive, für die es sich zu warten lohnt. Der gesamte Besuch dauert etwa neunzig Minuten.
Ist die Holyrood Abbey im Palastticket enthalten?
Ja. Die Abteiruine und die Gärten gehören zum Standardrundgang und sind keine kostenpflichtigen Extras — alle Preise für 2026 stehen auf der Kostenseite.
Sind die Gemächer von Maria Stuart für Besucher geöffnet?
Ja, ihre Gemächer im Nordwestturm — einschließlich des Speisezimmers, das mit dem Rizzio-Mord verbunden ist — gehören zum Standardrundgang. Ausführlich behandle ich sie auf der Seite zu Maria Stuart.
Gibt es einen Guide, oder geht man allein durch die Räume?
Der Eintritt umfasst einen Multimedia-Guide in neun Sprachen sowie eine Version in britischer Gebärdensprache, und man geht in eigenem Tempo den Rundweg entlang. Rezensenten bewerten ihn positiv — Valentina aus Spanien fand ihn sehr gut erklärt, und Szostak aus Frankreich lobte die französische Fassung.